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Hilfen für gehörlose, sehbehinderte und blinde Menschen

Sie erhalten hier einen Überblick über Angebote und Hilfen für Blinde, stark sehbehinderte und gehörlose Menschen. Gesetzliche Grundlage für die Leistungen ist das Gesetz über die Hilfen für Blinde und Gehörlose (GHBG) des Landes Nordrhein-Westfalen.

Symbol einer Video-Datei Gebärdensprache-Video zum Thema: Hilfen für gehörlose, sehbehinderte und blinde Menschen

Blindengeld sowie die Hilfen für hochgradig Sehbehinderte und für Gehörlose können grundsätzlich nur Personen beanspruchen, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt in Nordrhein-Westfalen haben.

Alle Leistungen werden nur auf Antrag gewährt. Zuständig sind die Landschaftsverbände. Die notwendigen Formulare erhalten Sie bei den Sozialverwaltungsämtern der Landschaftsverbände und bei allen örtlichen Sozialämtern. Die Formulare können auch aus dem Internet heruntergeladen werden, die entsprechenden Internetadressen finden Sie hier.

Beratung für blinde und sehbehinderte Menschen

www.wir-sehen-weiter.de
Internetseite des Projekts „Wir sehen weiter“, das Informationen und Beratung für blinde und sehbehinderte Menschen anbietet. In regionalen Beratungsstellen stehen speziell ausgebildete Berater – die selbst zum größten Teil blind oder sehbehindert sind – Ratsuchenden zur Seite. Das Projekt der Blinden- und Sehbehindertenvereine NRW wird gefördert vom Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales NRW.

Leistungen für blinde Menschen

Blindengeld und Blindenhilfe

Blinde Menschen (Merkzeichen "Bl") erhalten unabhängig von ihrer Einkommenssituation Blindengeld nach dem Gesetz über die Hilfen für Blinde und Gehörlose (GHBG). Als Blinde im Sinne des Gesetzes gelten auch
1. Personen, deren Sehschärfe auf dem besseren Auge nicht mehr als 1/50 beträgt,
2. Personen, bei denen dauerhafte Störungen des Sehvermögens von einem vergleichbaren Schweregrad vorliegen.

Die Höhe des Blindengeldes beträgt derzeit 608,96 € (nach Vollendung des 18. Lebensjahres) bzw. 305 € (vor Vollendung des 18. Lebensjahres).

Ab dem vollendeten 60. Lebensjahr der Blinden liegt das Blindengeld bei 473 €. Wenn Einkommen und Vermögen bestimmte Grenzen nicht überschreiten, erhalten diese Personen den Differenzbetrag von 135,96 € als ergänzende Blindenhilfe nach dem SGB XII. Da die Grenzen für Einkommen und Vermögen vergleichsweise hoch sind (z. B. wird selbstgenutztes, angemessenes Wohneigentum nicht berücksichtigt), haben viele blinde Menschen einen Anspruch auf diesen Differenzbetrag.

Nach dem GHBG sind folgende Möglichkeiten der Anrechnung von Leistungen auf das Blindengeld denkbar:

  • Anrechnung bei Aufenthalt in einer Anstalt, einem Heim oder einer gleichartigen Einrichtung, wenn die Kosten für den Aufenthalt ganz oder teilweise aus Mitteln öffentlich-rechtlicher Leistungsträger getragen werden,
  • Anrechnung von Leistungen bei häuslicher Pflege nach den §§ 36 bis 38 SGB XI, bei Tages- und Nachtpflege nach § 41 SGB XI und bei Kurzzeitpflege nach § 42 SGB XI,
  • Anrechnung von gleichartigen Leistungen, die nach anderen Rechtsvorschriften gewährt werden.

Blindenhilfe

Blindenhilfe wird abhängig von Einkommen und Vermögen gezahlt. Da die Grenzen für Einkommen und Vermögen vergleichsweise hoch sind (z. B. selbstgenutztes, angemessenes Wohneigentum wird nicht berücksichtigt), haben viele Blinde einen Anspruch auf den Differenzbetrag.

Blinde Menschen, die das 60. Lebensjahr vollendet haben, können den Differenzbetrag von 112 Euro als ergänzende Blindenhilfe nach dem Bundessozialhilfegesetz erhalten. Wegen der Antragstellung und Fragen zur Einkommens- und Vermögensprüfung wenden Sie sich an das örtliche Sozialamt.

Hilfe für hochgradig sehbehinderte Menschen

Hochgradig Sehbehinderte, die das 16. Lebensjahr vollendet haben, erhalten nach dem Gesetz über die Hilfen für Blinde und Gehörlose (GHBG) zum Ausgleich der durch die Sehbehinderung bedingten Mehraufwendungen unabhängig von ihrer Einkommenssituation eine Hilfe von 77 Euro monatlich.

Hochgradig sehbehindert sind Personen, die sich zwar in einer ihnen nicht vertrauten Umgebung ohne fremde Hilfe noch zurechtfinden, deren Sehvermögen aber für eine Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft, vor allem einem angemessenen Platz im Arbeitsleben, nicht ausreicht. Diese Voraussetzungen sind erfüllt, wenn das bessere Auge mit Gläserkorrektion ohne besondere optische Hilfsmittel eine Sehschärfe von nicht mehr als 1/20 oder krankhafte Veränderungen aufweist, die das Sehvermögen in entsprechendem Maße einschränken.

Für den Antrag benötigen Sie eine augenärztliche Bescheinigung.

Angebote für gehörlose Menschen

Finanzielle Hilfe

Gehörlose erhalten nach dem Gesetz über die Hilfen für Blinde und Gehörlose (GHBG) zum Ausgleich der durch die Gehörlosigkeit bedingten Mehraufwendungen unabhängig von ihrer Einkommenssituation eine Hilfe von 77 Euro monatlich. Gehörlos sind Personen mit angeborener oder bis zum 18. Lebensjahr erworbener Taubheit oder an Taubheit grenzender Schwerhörigkeit.

Vorausgesetzt wird, dass die Personen keine entsprechenden Leistungen nach bundes- oder landesrechtlichen Vorschriften erhalten.

Symbol einer Video-Datei Gebärdensprache-Video zum Thema: Angebote für gehörlose Menschen: Finanzielle Hilfe

Deutsche Gebärdensprache / Anspruch auf Gebärdensprachdolmetscher

Gehörlose haben das Recht, beim Umgang mit Sozialbehörden die Gebärdensprache zu benutzen und sich kostenlos der Dienste eines Gebärdensprachdolmetschers oder einer Gebärdensprachdolmetscherin zu bedienen.

Symbol einer Video-Datei Gebärdensprache-Video zum Thema: Deutsche Gebärdensprache

Um den steigenden Bedarf an Gebärdensprachdolmetschern zu decken, fördert das Land Nordrhein-Westfalen, neben anderen Projekten für Hörbehinderte, die Ausbildung von Gebärdensprachdolmetschern.

Um den Anspruch auf Gebärdensprachdolmetscher geht es auch in der seit Mitte Juni 2004 gültigen "Kommunikationshilfenverordnung Nordrhein-Westfalen". Einzelheiten finden Sie im Text der Verordnung (PDF).

Symbol einer Video-Datei Gebärdensprache-Video zum Thema: Gehörlos, aber nicht sprachlos

außerdem zum Thema Gebärdensprache: http://www.gibzeit.de Seite von GIB ZEIT e.V. - Verein zur Förderung der Zweisprachigkeit bei gehörlosen und schwerhörigen Kindern in Nordrhein-Westfalen, der als Modellprojekt vom Land NRW gefördert wurde

Symbol einer Video-Datei Gebärdensprache-Video zum Thema: Außerdem zum Thema Gebärdensprache

Vermittlung von Gebärdensprachdolmetschern:

http://www.lvglnrw.de/...
Landesverband der Gehörlosen Nordrhein-Westfalen e.V.

http://www.bgsd.de
Bundesverband der Gebärdensprachdolmetscher/innen Deutschlands e.V.

Symbol einer Video-Datei Gebärdensprache-Video zum Thema: Vermittlung von Gebärdensprachdolmetschern

Formulare

Barrierefreie Bescheide für Blinde und hochgradig Sehbehinderte

Für blinde und sehbehinderte Menschen ist die barrierefreie Gestaltung von Verwaltungsbescheiden eine wichtige Voraussetzung dafür, ihre Ansprüche geltend zu machen. Deshalb bieten die kommunalen Versorgungsverwaltungen in NRW Betroffenen jetzt auf Wunsch kostenlos den Großdruck von Dokumenten, Brailleschrift und akustische Medien (Audiokassette, Mini-Disk und Audio-CD) an. Diesen Service können blinde Menschen und Menschen mit einer hochgradigen Sehbehinderung nutzen.

Leistungen für blinde und sehbehinderte Menschen

Antragsformular
http://www.lwl.org/... (PDF)

Formular für Bescheinigung des Augenarztes
http://www.lwl.org/... (PDF)

Zusatzformular für Menschen in Pflegeeinrichtungen
http://www.lwl.org/... (PDF)

Leistungen für gehörlose Menschen

Antragsformular
http://www.lwl.org/... (PDF)

Formular für Bescheinigung des HNO-Arztes
http://www.lwl.org/... (PDF)

Alle Formulare des Landschaftsverbands Rheinland unter: www.lvr.de/...

Ergänzende Informationen zu allen Hilfen gibt es beim Landschaftsverband Rheinland unter http://www.lvr.de/...
und beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe unter http://www.lwl.org/...