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Technische Hilfen

Für technische Hilfen im beruflichen, aber auch im privaten Leben können Menschen mit Behinderungen finanzielle Leistungen beanspruchen. Rechtliche Grundlage dafür ist das Sozialgesetzbuch IX.

Arbeitshilfen

Technische Arbeitshilfen sind notwendige Hilfsmittel zur behindertengerechten Ausstattung eines Arbeitsplatzes. Der behinderte Mitarbeiter hat gegenüber seinem Arbeitgeber einen bedingten Anspruch darauf (§ 81 SGB IX). In der Regel wird die Erstausstattung durch das Arbeitsamt, die Umrüstung durch die Integrationsämter übernommen.

In SGB IX, § 81, Absatz 4 heißt es:
"Die schwerbehinderten Menschen haben gegenüber ihren Arbeitgebern Anspruch auf (...)
5. Ausstattung ihres Arbeitsplatzes mit den erforderlichen technischen Arbeitshilfen unter Berücksichtigung der Behinderung und ihrer Auswirkungen auf die Beschäftigung. Bei der Durchführung der Maßnahmen nach den Nummern 1, 4 und 5 unterstützen die Arbeitsämter und die Integrationsämter die Arbeitgeber unter Berücksichtigung der für die Beschäftigung wesentlichen Eigenschaften der schwerbehinderten Menschen. Ein Anspruch nach Satz 1 besteht nicht, soweit seine Erfüllung für den Arbeitgeber nicht zumutbar oder mit unverhältnismäßigen Aufwendungen verbunden wäre oder soweit die staatlichen oder berufsgenossenschaftlichen Arbeitsschutzvorschriften oder beamtenrechtliche Vorschriften entgegenstehen."

Technische Hilfen allgemein

Bestimmungen über finanzielle Leistungen zu technischen Hilfen allgemein finden sich im SGB IX, Kapitel 4 "Leistungen zur medizinischen Rehabilitation" und Kapitel 7 "Leistungen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft".

Dort heißt es:

Kapitel 4 "Leistungen zur medizinischen Rehabilitation", § 31 Hilfsmittel

(1) Hilfsmittel (Körperersatzstücke sowie orthopädische und andere Hilfsmittel) nach § 26 Abs. 2 Nr. 6 umfassen die Hilfen, die von den Leistungsempfängern getragen oder mitgeführt oder bei einem Wohnungswechsel mitgenommen werden können und unter Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalles erforderlich sind, um
1. einer drohenden Behinderung vorzubeugen,
2. den Erfolg einer Heilbehandlung zu sichern oder
3. eine Behinderung bei der Befriedigung von Grundbedürfnissen des täglichen Lebens auszugleichen, soweit sie nicht allgemeine Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens sind.
(2) Der Anspruch umfasst auch die notwendige Änderung, Instandhaltung, Ersatzbeschaffung sowie die Ausbildung im Gebrauch der Hilfsmittel.
Der Rehabilitationsträger soll
1. vor einer Ersatzbeschaffung prüfen, ob eine Änderung oder Instandsetzung von bisher benutzten Hilfsmitteln wirtschaftlicher und gleich wirksam ist,
2. die Bewilligung der Hilfsmittel davon abhängig machen, dass die behinderten Menschen sie sich anpassen oder sich in ihrem Gebrauch ausbilden lassen
(3) Wählen Leistungsempfänger ein geeignetes Hilfsmittel in einer aufwendigeren Ausführung als notwendig, tragen sie die Mehrkosten selbst.
(4) Hilfsmittel können auch leihweise überlassen werden. In diesem Fall gelten die Absätze 2 und 3 entsprechend.

Kapitel 7 "Leistungen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft"
§58 Hilfen zur Teilhabe am gemeinschaftlichen und kulturellen Leben

Die Hilfen zur Teilhabe am gemeinschaftlichen und kulturellen Leben (§55 Abs. 2 Nr. 7) umfassen vor allem (...)
3. die Bereitstellung von Hilfsmitteln, die der Unterrichtung über das Zeitgeschehen oder über kulturelle Ereignisse dienen, wenn wegen Art oder Schwere der Behinderung anders eine Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft nicht oder nur unzureichend möglich ist.

Weitere Informationen zu technischen Hilfen
in beruflichen Zusammenhängen

http://www.lwl.org
Informationen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe

http://www.rehadat.de
Informationssystem zur beruflichen Rehabilitation REHADAT des Instituts der deutschen Wirtschaft; hier Datenbank "Hilfsmittel"

Allgemein

http://www.ftb-net.de
Seite des Forschungsinstituts Technologie und Behinderung (FTB). Das FTB bietet Projekte, Produkte und Dienstleistungen, u.a. zu technischen Hilfen wie Computerhilfen, Kommunikationshilfen, Mobilität, Therapiehilfen, Telekommunikation. Arbeitsschwerpunkte sind:

  • die Beratung und Unterstützung alter und behinderter Menschen im Bereich technischer Hilfen
  • die Demonstration neuer technischer Hilfsmöglichkeiten in der permanenten Hilfsmittelausstellung und bei Veranstaltungen mit dem FTB Medienbus
  • die Information und Schulung von Fachkräften und Multiplikatoren
  • die Vernetzung von bestehenden Angeboten im Bereich der technischen Beratung.

Eine Übersicht der im FTB ausgestellten Hilfsmittel finden Sie unter: http://www.ftb-net.de.
Unter http://www.ftb-net.de/projekte.html erhalten Sie Informationen zu verschiedenen technischen Hilfsmitteln, wie barrierefreie Computer oder Kommunikationshilfen.

www.bit-nrw.ftb-net.de
Informationsportal zur barrierefreien Informationstechnik, das vom nordrhein-westfälischen Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales gefördert wird.

Informationen und Angebote auch unter:

http://www.nullbarriere.de

http://www.treppenlift-helfer.de/

http://www.gehoerlosenbund.de
Themenrelevante Internetseiten des Deutschen Gehörlosen-Bundes

www.deutscherhilfsmittelvertrieb.de
Internetseite des Deutschen Hilfsmittelvertriebs, der Hilfsmittel für blinde und sehbehinderte Menschen vertreibt. Die gemeinnützige GmbH ist aus dem Verein zur Förderung der Blindenbildung hervorgegangen.

http://www.incobs.de
INCOBS (Informationspool Computerhilfsmittel für Blinde und Sehbehinderte) unterstützt die Einrichtung von Computerarbeitsplätzen für Blinde und Sehbehinderte. Ziel ist es, den Hilfsmittelmarkt transparenter zu gestalten und Anwender und Berater bei der Auswahl geeigneter Produkte zu unterstützen. INCOBS wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert.

http://www.satis.de
SATIS heißt "Software und Allerlei Tipps & Tricks zur Informationsverarbeitung für Sehbehinderte". Es ist eine umfangreiche Sammlung von Tipps und kostenloser bzw. preiswerter Software, die Sehbehinderten das Arbeiten mit dem Computer erleichtert und so auch ihre Kommunikationsmöglichkeiten verbessert.